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Wie das mit mir begann...

Joar, warum bin ich eigendlich, wie ich bin? < als ich mir diese Frage gestellt hab, is mir ein Name eingefallen; Ina is schuld, -wer is Ina? werdet ihr fragen- tja, das is au eine gute Freundin von mir(hier auf dem blog is sie au schon zu finden, Porzelanpuppe is ihr nick, was uns so genau verbindet, hmm kA... aber das is uns beiden wohl au nicht so wichtig (sach ich jetz ma) wir kennen uns und wir lieben uns, mehr oder weniger *kopf verdreh*

Und hier wohl einer der Gründe warum ich sie so toll finde *schleim* eine ihrer selbst geschriebenen Geschichten

Ich hörte Stimmen. Leise Stimmen um mich herum. Ich konnte meine Augen nicht öffnen. Noch nicht, die Lieder waren noch zu schwer. Ich sah, auch mit geschlossenen Augen, dass über mir eine Lampe brannte. Eine sehr helle Lampe, die alles in weißes Licht tauchen musste.

„Ich glaube, sie wird wieder wach…", sagte eine dunkle, männliche Stimme. Diese Aussage verwirrte mich. Ich war doch schon wach. Ich kam mir vor wie nach einer langen, durchfeierten Nacht. Ich konnte meine Hände zwar spüren, jedoch nicht einmal zwei Zentimeter anheben. Ich merkte, dass es wohl besser sei, zu versuchen etwas zu schlafen. Ich schlief ein.

Als ich wieder wach wurde, konnte ich auch meine Augen öffnen. Ich war wieder Herr über meinen Körper. Ich lag auf dem Rücken. In meiner Ellenbeuge steckte eine lange Infusionsnadel. Ich hing am Tropf. ‚Ganz toll gemacht…’, dachte ich mir. Ich lag in einem sonnendurchfluteten Krankenhaus Zimmer. Auf dem Tisch standen Blumen. Weiße Lilien. Mochte ich diese Blumen je? Nein. Wieso waren sie dann da? Dies war wieder ein Beweis, dass die Menschen in meiner Umgebung mich nicht kannten. ‚Wieso hat es nicht geklappt?’ Ich war verzweifelt. Ich starrte stur an die Decke. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, bis es endlich an der Tür klopfte. Ich rief nicht „Herein!". Nein, ich war stur. Ich war schon immer stur gewesen. Wieso mussten die Leute sich immer in Sachen einmischen, die sie nichts angingen? Die Türklinke wurde herunter gedrückt. Mir schlug als erstes ein streng riechendes Parfum entgegen, noch bevor ich die Dickbäuchige Person die sich mein Arzt nannte sehen konnte.

„Was wollen Sie?", fragte ich trotzig und unfreundlicher, als ich es beabsichtigt hatte. „Nur mal sehen, wie es meiner Patientin geht." Standart Antwort. Ich sah in das lächelnde Gesicht dieses Arztes. Er schloss die Tür hinter sich und nahm sich einen Stuhl und setzte sich neben mein Bett. Ich drehte mich mit dem Gesicht zum Fenster. Ganz rumdrehen konnte ich mich nicht, denn ich hang ja am Tropf. Ich wollte nicht mit ihm reden und schon gar nicht darüber, warum ich hier lag.

„Tut dir irgendwas weh?", er sagte es, als wäre ich gerade vom Fahrrad gestürzt. Ohne eine Antwort anzuwarten nahm er meinen Arm und beäugte den Verband an meinem Handgelenk. Er war an einer Stelle mit Blut durchtränkt. Ich zog meinen Arm weg. Legte ihn auf meine Decke, so weit weg von ihm wie möglich. „Ah, verstehe schon." ‚Ach ja? Du verstehst es also…’, dachte ich mir.

„Du hast uns allen einen ganzschön großen Schreck eingejagt. Man hat dich mit Blaulicht hier her gefahren." Er redete mit mir wie mit einem kleinen Kind. „Soll ich jetzt an die Decke springen vor Freude?", meine Ironie war unüberhörbar. „Nein", lachte er. Ich drehte meinen Kopf wieder zu ihm und sah ihn an. „Wann kann ich wieder nach Hause?" „Hm…", brummte er. Ich sah, wie es in seinem Kopf arbeitete. „Das dauert wohl noch etwas." Ich stieß einen tiefen Seufzer aus und drehte mich wieder zum Fenster. Erfolgreich. Denn er ging. Doch auch jetzt hatte ich keine Ruhe. Es klopfte. Meine Eltern erschienen in der Tür. Meine Mutter hatte aufgequollene, rote Augen. Mein Vater sah einfach nur fertig aus. Ich musste schlucken. Ich konnte sie nicht ansehen. Ich fühlte einen stechenden Schmerz. Aber ich fand ihn nicht schlimm. Ich war es schon gewöhnt. Ich mochte ihn sogar. Ich konnte anders meinem Hass und meiner Wut nicht mehr Luft machen. Sie kamen näher. Setzten sich zu beiden Seiten des Bettes. ‚Ja, klar. Setzt euch nur zu beiden Seiten hin, damit ich ja nicht meine Ruhe habe und euren Blicken nicht ausweichen kann.’, dachte ich genervt.

„Schatz?" Oh nein. Jetzt kam wieder diese Schätzchen-Tour. Ich hasste das. „hm?", brummte ich, so wie es vorhin der Arzt getan hatte. Mein Vater fand zu erst die passenden Wort, wie er wohl meinte. „Wie geht es dir?", fragte er mich. In seiner Stimme konnte ich gespielte Fürsorge hören. ‚Hm, mal sehen. Wie geht es einem, wenn man vor zirka 3 Stunden versucht hat, sich das Leben zu nehmen?’, dacht ich nun echt angepisst. Ich antwortete nicht. Sie konnten mich mal kreuzweise. Sie kümmerten sich nie um mich, also wieso jetzt? Nur weil ich im Krankenhaus lag? Meine Mutter fing zu heule an. Sie schluchzte und wurde knallrot. Mein Vater ging um das Bett herum und nahm sie in den Arm. Ich verdrehte die Augen. Sogar jetzt musste sie mir die Show stehlen. Nach 20 Minuten gingen sie endlich. Ich war froh. Wir hatten kein einziges Wort gewechselt.

Ich lag wieder alleine in dem gelben Einzelzimmer, mit den hässlichen Blumenbildern an der Wand, die wohl Glückseeligkeit verbreiten sollten. Ich stellte mir vor, wie sie in Flammen aufgingen. Jetzt waren sie schön. Schwarz. Der einzig wirklichen Farbe. Tiefschwarz wie meine wunderschönen, langen Haare. Schwarz, wie das Kleid, das über der Stuhllehne lag. Schwarz wie alle meine Klamotten in meinem schwarzen Schrank zu Hause. Ich musste lachen. Ich erinnerte mich daran, wie ich mein Zimmer komplett schwarz gestrichen hatte. Auch meinen Schrank. Meine Eltern waren gerade wieder auf Geschäftsreise. Wie immer. Wie immer war ich allein. Ich hatte mir einen meiner besten Kumpels eingeladen. Ratte. Ratte war ein Punk. Er lebte auf der Straße. Er kam gerne in unsere Villa, im Nobelsten Viertel der Stadt. Wir hatten uns irgendwann mal kennen gelernt. Wo wusste ich im Moment nicht mehr. Ich war auch mal in Ratte verliebt gewesen. Aber das war schon ein Jahr her. Wegen ihm hatte ich auf dem Arm ein Narben mehr. Aber es war ein Wort. Ratte eben. Diesen Abend werde ich niemals vergessen. Denn er hatte mich in meinem neuen, schwarzen Zimmer zur Frau gemacht. Mich überkam wieder dieses Gefühl. Wie jedes Mal wenn ich an Ratte dachte. Es war, als hätte ich einen Eimer Eis in den Magen geschüttet bekommen.

„Fuck the World!", schrie ich der untergehenden Sonne entgegen und riss die Arme hoch. Devilhorns gen dem Kruzifix, das über der Tür hing . Ich riss mir dabei beinahe die Infusion heraus, doch das war mir scheiß egal. Mein Blick fiel meine beiden verbundenen Handgelenke.

Auf die weißen Mullbinden die die klaffenden Wunden zusammenhielten. Ich lächelte. Ich betrachtete sie. Legte den Kopf schief. Mit der rechten Hand fuhr ich an meinem Linken Arm entlang bis zum Verband. Ich wickelte ihn ab. Blut floss noch immer aus der Wunde. Es tropfte auf die Blütenweiße Bettwäsche. Ich machte auch den rechten Verband ab. Ich legte beide Arme neben mich auf das Bett und dachte an vorhin. Ich hatte an meinem Rechner gesessen. Mich mit einem aus meiner Klasse unterhalten. Paul. Der weißhaarige Albino mit den roten Augen. Mein kleiner Dämon. Er glaubte mir mal wieder nicht. Er glaubte nicht, dass ich mir die Pulsadern aufschlitzen würde. Das war eben Paul. Er brauchte immer Beweise. Ich lieferte sie ihm. Ich zog mein Korsagenkleid an und kämmte mir noch mal die Haare. Die langen, schönen, samtweichen, schwarz gefärbten Haare. Ich machte meine Webcam an. Ich winkte Paul noch einmal zu und sah dann nur noch seine vor Angst geweiteten roten Augen. Ich schlitzte mir langsam und extra in die Kamera Richtung den Arm haltend die Pulsadern auf. Schmerz durchzuckte meinen 17-jährigen Körper. Ich beging nicht den Fehler, mir die Pulsadern längs aufzuschlitzen. Ich tat es senkrecht. Nicht wie diese ganzen heuchlerischen Kinder. Das Blut floss in strömen. Ich fühlte Erregung. So viel war es noch nie. Ich hatte meine Augen nur auf der sich vor mir auftuenden Wunde. „Willst du noch mehr, pulle?", fragte ich mit Psychoblick in die Kamera. Er konnte nicht mehr antworten. Seine Augen waren nun fast Tellergroß. So kam es mir zumindest vor. Ich konnte nicht mehr anders. Ich war im Rausch. Ich nahm die Klinge in die mit Blut überströmte Hand und tat bei der anderen Schlagader das selbe. Irgendwann wurde mir schwarz vor Augen und ich kippte wohl auf den Boden. Es war ein abartig gutes Gefühl. Und nun lag ich hier. Nur weil Paul meinte, einen Notarzt zu uns schicken zu müssen. Hätte er mich nicht sterben lassen können? ‚One more time!’, dachte ich mir. Ich richtete mich auf. Mit der linken Hand zog ich die Kanüle aus meinem rechten Arm. Ich stand auf. Mir war schwindelig. Ich versuchte, den Tisch der bei mir im Zimmer stand vor die Tür zu schieben. Ich schaffte es. Dann ging ich zum Stuhl zurück und durchsuchte mein Kleid. Ich hatte die Klinge in eine Tasche an der Seite des Kleides getan, kurz bevor ich das Bewusstsein verloren hatte. Ich setzte mich auf den Bettrand und zog mit der Klinge in der Wunde eine Furche. Blut spritzte und ich wiederhole die Prozedur. Ich spürte nichts. Ich hatte zu viel Schmerzmittel intus. Ich machte es auch bei der anderen Seite. Dann, als das Blut aus mir herausströmte und ich merkte, das mein Herzschlag sich verlangsamte legte ich mich auf den Rücken in das Bett, das nun mit Blut durchtränkt war. Ich schloss die Augen. Endlich war ich tot.

copyright by Ina

 

..und das is sie

31.10.06 20:23
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


PaperFlower (31.10.06 20:37)
Jaja, Ina lieben wir ja eh alle^^

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